Von Bordeaux ins Klassenzimmer – Wie aus einer Idee ein Song wurde

Manchmal zeigt sich der Wert eines Projekts nicht im Moment selbst – sondern in dem, was danach entsteht.

Die Trainingswoche in Bordeaux im September 2025 war für viele unserer Teilnehmenden eine intensive Erfahrung: neue Menschen, neue Perspektiven und die gemeinsame Frage, wie Musik zur Friedensbildung beitragen kann.

Doch eine besonders schöne Geschichte begann erst nach der Rückkehr.

Wenn Lernen weitergeht

Eine der Teilnehmerinnen der Trainingswoche war Christin Ginola, Schulbegleitung an der Albert-Schweitzer-Gemeinschaftsschule in Gundelfingen.

Was sie aus Bordeaux und den MyPeace Music Sessions mitgenommen hat, hat sie nicht einfach für sich behalten – sie hat es direkt in den schulischen Alltag eingebracht.

Und genau dort wurde sichtbar, worum es bei MyPeace wirklich geht.

Ein Song über Freundschaft und Frieden

Gemeinsam mit der Klassen- und Musiklehrerin einer 6. Klasse setzte Christin ein bereits geplantes Projekt um: Die Schüler:innen entwickelten auf Grundlage eigener Ideen ein Musikvideo – und schrieben dafür ihren eigenen Song.

Das Thema:

Freundschaft, Frieden und Zusammenhalt

Das Ergebnis ist der Song:

🎵 „Friends Forever“

Geschrieben von den Schülerinnen Jana und Sophie – ein Song darüber, wie Freundschaften Halt geben, wie wichtig gegenseitige Unterstützung ist – und wie Frieden im Kleinen beginnt.

🎥 Video: Friends Forever (6. Klasse Projekt)

Ein selbstgeschriebener Song von Schüler:innen – inspiriert durch MyPeace.

Von der Idee zur Umsetzung

Was dieses Projekt besonders macht: Die Arbeitsweise basiert direkt auf den Methoden, die Christin in Bordeaux kennengelernt hat.

In den Workshops mit Teddy Oculi vom musiclab Emmendingen ging es genau darum:

  • eigene Gedanken und Emotionen wahrnehmen
  • sie in Worte fassen
  • daraus Songtexte entwickeln
  • und diese musikalisch so strukturieren, dass ein moderner Popsong entsteht

Genau diesen Prozess hat Christin gemeinsam mit der Klasse umgesetzt.

Und das Ergebnis zeigt:
👉 Die Methode funktioniert.
👉 Und sie funktioniert auch mit jungen Schüler:innen.

Was dabei entstanden ist

Doch es geht um mehr als nur einen Song.

Die Schüler:innen haben gelernt:

  • ihre eigenen Gefühle auszudrücken
  • ein gemeinsames Thema zu entwickeln
  • zuzuhören und zusammenzuarbeiten
  • ihre Ideen kreativ umzusetzen

Und vielleicht am wichtigsten: Sie haben erlebt, dass ihre Stimmen zählen.

Was bleibt?

Die Geschichte von Christin und der 6. Klasse zeigt etwas ganz Zentrales:

Friedensbildung endet nicht im Workshop.
Sie beginnt dort – und wächst weiter im Alltag.

Von Bordeaux nach Gundelfingen. Vom internationalen Projekt in ein Klassenzimmer. Von einer Idee zu einem echten Song.

Ein großes Dankeschön

Ein besonderer Dank gilt:

  • Christin Ginola, für ihr Engagement und die Umsetzung
  • der Klassen- und Musiklehrerin für die Zusammenarbeit
  • den Schülerinnen Jana und Sophie für ihren Song
  • Teddy Oculi, der mit seiner Arbeit die Grundlage für solche Prozesse schafft

Und natürlich allen Beteiligten im MyPeace-Projekt, die solche Wege überhaupt erst möglich machen.

Und jetzt: Weitergeben

Projekte wie dieses zeigen, wie einfach und wirkungsvoll Friedensarbeit sein kann – wenn man jungen Menschen Raum gibt.

👉 Habt ihr ähnliche Erfahrungen gemacht?
👉 Nutzt ihr Musik in eurer Arbeit mit Jugendlichen?

Wir freuen uns auf eure Geschichten.